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Manuelles Firmware-Update

Aus PyroNeo Wiki
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Damit ein PyroNeo-Gerät funktioniert, muss der enthaltene Mikrocontroller mit der entsprechenden Software bespielt werden. Die Software der meisten PyroNeo-Geräte ist zweigeteilt. Ein sogenannter Bootloader wird von uns zusammen mit einer grundlegenden Betriebssoftware auf den Mikrocontroller aufgespielt. Dieser Bootloader ermöglicht es, den zweiten Teil der Betriebssoftware ohne größeren Aufwand und zusätzliche Programmiergeräte zu modifizieren und auf einen aktuellen Stand zu bringen.

Im Normalfall kann dieses Update für fast alle Module über die SkyConductor-Software voll- oder teilautomatisch ausgeführt werden. Eine Anleitung finden Sie hier.


Kompatibilität

Zu verschiedenen Zeitpunkten verkaufte Geräte sind eventuell mit dieser Anleitung nicht kompatibel. Aus diesem Grund sehen Sie bitte zuerst in der folgenden Tabelle nach, ob ihr Gerät mit den hier beschriebenen Mechanismen kompatibel ist bevor Sie die Anleitung befolgen:

Gerät Version Verkauf ab Verkauf bis Kompatibel ja/nein Hinweis
Zündmodul Phase I (alle) Mai 2014 nein Updateanleitung hier
Zündmodul Phase I.1 (alle) Mai 2014 ja
Zündmodul Phase II (alle) ja
Audiomodul 1 März 2015 nein Kompatibilität über Hardware-Umrüstung herstellbar.
Updateanleitung ansonsten hier
Audiomodul 2 März 2015 ja
DMX-Modul (alle) ja
PC-Commander (alle) - (hat keine eigene Firmware)
Mini-Commander (alle) nein Updateanleitung hier
Commander (alle) nein Updateanleitung hier

Update der Firmware bei von uns bezogenen Geräten

Für diese Anleitung wird die SkyConductor-Software in Verbindung mit dem PyroNeo-Plugin (am besten aktuellste Version) benötigt. Das PyroNeo-Plugin muss aktiviert sein. Bitte lesen Sie sich diese Anleitung außerdem zuerst komplett durch, bevor Sie sie Schritt für Schritt befolgen!

Laden Sie als erstes die aktuelle Firmware auf der jeweiligen Geräteseite herunter (Punkt "Pläne und Dateien"). Schließen Sie den Commander, Mini-Commander oder PC-Commander an den PC an und versetzen Sie diesen falls nötig in den PC- oder USB-Modus (Commander: unterster Knopf im Hauptmenü, Mini-Commander: Menüeintrag "PC-Modus"). Anschließend unterscheidet sich die Vorgehensweise je nach gewünschter Update-Variante:


Variante 1

Mit dieser Variante lassen sich mehrere Geräte per Kabel oder Funk updaten, sofern sie sich normal starten lassen. Die Kommunikation ist dabei, wie bei einem Feuerwerk, so abgesichert, dass Übertragungsfehler und Manipulationen ausgeschlossen sind. Schalten Sie alle Geräte, die mit der gleichen Firmware auf einen aktuellen Stand gebracht werden sollen dazu zunächst ein und stellen Sie sicher, dass sie vom Sender per Funk oder Kabel erreichbar sind. Starten Sie dann die SkyConductor-Software und wählen Sie im Menü "Zündsystem" den Punkt "Module verwalten". Suchen Sie in der Liste nach den Modulen, die auf einen aktuellen Stand gebracht werden sollen. Falls die gewünschten Geräte nicht in der Liste auftauchen, suchen Sie diese über die Schaltfläche "Auto-Erkennen". Stellen Sie sicher, dass die entsprechenden Geräte am PC angelernt sind. Markieren Sie nun die Geräte in der Liste mit einem Haken. Fahren Sie nun wie unter Gemeinsame Schritte beschrieben fort. Achtung: Sie können nur jeweils gleiche Gerätetypen gemeinsam updaten. Wenn Sie im gleichen Arbeitsschritt z.B. je ein Audio- und ein Zündmodul auswählen wird nur das zur Firmware passende Geräte auf den aktuellsten Stand gebracht und es wird für das nicht passende Gerät ein Fehler gemeldet.

Variante 2 (Rückfallebene)

Falls das Gerät durch eine fehlende oder fehlerhaft aufgespielte Firmware nicht mehr betriebsbereit ist (nicht normal gestartet werden kann), existiert eine zweite Variante zum Updaten der Firmware. Hierzu schließen Sie jedes Gerät einzeln per Modulbus-Kabel an den jeweiligen Sender an. Starten Sie die SkyConductor-Software und wählen Sie im Menü "Zündmodul" den Punkt "Module verwalten". Wählen Sie das entsprechende Modul in der Liste aus. Falls es in der Liste nicht auftaucht, können Sie es über die Schaltfläche "Auto-Erkennen" suchen oder die Modul-ID von Hand zur Liste hinzufügen. Wählen Sie das Modul in der Liste aus und stellen Sie sicher, dass es am PC angelernt ist. Bevor Sie den Vorgang nun starten können, müssen Sie den Bootloader des Moduls von Hand aktivieren. Schalten Sie das Modul dazu aus, falls es eingeschaltet ist. Danach betätigen Sie den Einschaltkontakt und halten Sie den Magnetstift auf dem Einschaltkontakt bis die LED anfängt, rot zu blinken. Entfernen Sie dann den Magnetstift und fahren Sie fort wie unter Gemeinsame Schritte beschrieben.

Falls sich das Gerät nicht abschalten lässt, halten Sie den Stift an den Einschaltkontakt, bis das Gerät nach spätestens 15-20 Sekunden abschaltet. Beachten Sie, dass sich der Update-Vorgang manuell nur dann korrekt starten lässt, wenn das Gerät mit einem Modulbus-Kabel am Sender angeschlossen ist.

Gemeinsame Schritte

Nachdem Sie je nachdem die Schritte der Variante 1 oder 2 durchgeführt haben klicken Sie das Modul mit rechts an und wählen Sie "Manuelles Update". Es erscheint ein Fenster, in dem Sie die heruntergeladene Firmwaredatei auswählen müssen. Bestätigen Sie mit OK. Der Update-Vorgang wird jetzt für alle Geräte durchgeführt. Währenddessen sehen Sie einen Fortschrittsanzeige und einen Bericht über die durchgeführten Aktionen.

Sobald der Vorgang abgeschlossen ist, kontrollieren Sie unbedingt das Feld am unteren Rand des Fensters und eventuell die Statusaufzeichnungen des Updates. Falls beim Update Fehler aufgetreten sind, finden sie hier weitere Informationen.

Fehlerbehebung

Wenn es beim Update zu Fehlern kommt finden Sie hier einige Fehlermeldungen mit den entsprechenden Gründen, die für den Abbruch des Updates verantwortlich sein können. Falls kein Hinweis zur Lösung des Problems angegeben ist versuchen Sie bitte in jedem Fall die Kommunikation zwischen Sender und Gerät zu verbessern indem Sie zum Beispiel eine Kabelverbindung für das Update benutzen.

Fehlermeldung Ursache Lösungsvorschlag
WARNING: Loaded firmware file is not suited for module ID ..! Es wurde versucht eine Update-Datei zu verwenden die für das Gerät nicht zulässig ist. Laden Sie die korrekte Datei herunter und versuchen Sie es erneut.
WARNING: Bootloader of module ... could not be entered. Der Bootloader konnte nicht aktiviert werden. Eventuell ist das Gerät außerhalb der Reichweite oder es ist nicht angelernt. Stellen Sie das Gerät in Reichweite des Senders auf und überprüfen Sie, ob es angelernt ist. Falls der Fehler weiterhin auftritt versuchen Sie, das Modul per Modulbus-Kabel am Sender anzuschließen.
WARNING: Device type of module ... could not be checked. Es konnte nicht ermittelt werden was für ein Gerät angesprochen wird. Eventuell ist die Update-Datei nicht geeignet.
Bootloader version could not be retrieved. Die Version des Bootloaders konnte nicht ermittelt werden, dies ist in einigen Fällen notwendig.
This bootloader does not support the selected firmware file. The bootloader has to be updated for this to work. Please contact the PyroNeo team. Der Bootloader des Geräts ist mit der Update-Datei nicht kompatibel. Sprechen Sie uns bitte an, durch ein Update des Bootloaders kann möglicherweise für Abhilfe gesorgt werden.
Firmware could not be written. The module's firmware is probably not working anymore. To turn off the module, hold the magnetic pen for > 10 seconds. Die Modulfirmware konnte nicht korrekt geschrieben werden. Bitte verbessern Sie die Kommunikation. Wenn Sie das Modul abschalten möchten, können Sie den Magnetkontakt für > 10 Sekunden betätigen. Vermutlich wird das Gerät jedoch bis zu einem erfolgreichen Update nicht mehr funktionieren.
Module could not be restarted. Das Gerät konnte vom Bootloader nicht neu gestartet werden. Möglicherweise hat das Gerät zwar neu gestartet, die entsprechende Rückmeldung zum Sender ist jedoch verloren gegangen. In diesem Fall ignorieren Sie die Meldung einfach. Falls das Gerät nicht neu gestartet hat, schalten Sie es bitte über den Magnetkontakt ab (länger als 10 Sekunden halten) und starten es dann von Hand neu.

Aufspielen des Bootloaders bei selbst produzierten Platinen

Achtung: Diese Prozedur ist bei von uns bezogenen Platinen NICHT ERFORDERLICH. Sie muss nur dann durchgeführt werden, wenn die Zündmodul-Platine selbst hergestellt wurde.

Das Aufspielen des Bootloaders ist etwas komplizierter und erfordert einen ISP bzw PDI-fähigen Programmieradapter nebst der entsprechenden Software. Wir empfehlen den Atmel AVRISP mkII-Adapter, da dieser auch das PDI-Protokoll unterstützt, welches für das Aufspielen der Firmware bei allen aktuellen Geräten erforderlich ist.

Der Programmieradapter wird an das Modul angeschlossen. Jetzt wird mittels eines Magneten der Einschaltkontakt des Moduls betätigt und gehalten. Nun wird der Programmierprozess gestartet. Während des gesamten Prozesses muss der Einschaltkontakt betätigt werden, um die Stromversorgung sicher zu stellen.

Wenn die Programmierung abgeschlossen ist, müssen noch die Fusebytes über das Programmiertool (und bei erneutem "Festhalten" des Eischaltkontaktes) gesetzt werden und die Signature Row in das Modul programmiert werden. Für den entsprechenden Inhalt der Signature Row senden Sie uns bitte die beim Start der Firmware angezeigte Zahlenfolge.